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Wirtshauskultur fördern und erhalten!

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Mangelnde Höflichkeit ist asozial und nimmt zu!

Mangelnde Höflichkeit ist asozial und nimmt zu!

 

Immer häufiger fällt mir auf, dass der Umgangston in unserem Alltag schwer nachgelassen hat, insbesondere fehlt es an Achtung und dem Respekt den dienstleistenden Menschen gegenüber.

Beim Bäcker oder Metzger an der Ladentheke, an Supermarktkassen, aber auch im Gastgewerbe erlebt man immer häufiger ignorante Menschen, die offensichtlich keine „Kinderstube“ hatten oder heute zu „Digidioten“ geworden sind, denn wer vorwiegend digital kommuniziert, verzichtet gänzlich auf Höflichkeit. Obwohl fast überall geschultes und auch motiviertes Personal die Kunden und Gäste möglichst freundlich und aufmerksam wie selbstverständlich begrüßen, scheint das immer mehr „Verbrauchern“ völlig am Arsch vorbei zu gehen. Die Fachverkäuferinnen und Bedienungen, die in keinem Satz ein „Bitte“, „gerne“, „selbstverständlich“ und „Danke“ vermissen lassen werden trotz ihrer Bemühung als Menschen gänzlich ignoriert. Weder ein Gruß, noch nicht einmal eine Höflichkeitsfloskel kommt zurück.

 

Ich habe es lange und bewusst beobachtet und musste leider feststellen, dass 7 von 10 Kunden ein Benehmen an den Tag legen, als stünden sie vor einem „Verkaufsautomaten“. „Ich will…“, „Ich kriege...„, Geben sie mir mal…, „, „Bringen sie mir…“ oder mit noch weniger Worten: „Ein Bauernbrot und zwei Körnerbrötchen!“, natürlich ohne „Guten Morgen“. Im Zuge des Geschlechterkampfes war auffällig, dass Männer ehr noch höflicher sind als Frauen, vielleicht liegt dies auch am vorwiegend weiblichen Personal.

 

Es kann doch nicht so schwer sein, seinem Gegenüber in Gesicht zu sehen und mit minimaler Höflichkeit, einem kleinen „Ich möchte bitte…“ oder mit Freundlichkeit: „Wären sie so nett…“, als dienstleitenden Menschen anzuerkennen. Hinzu kommt, dass gerade im Handel die Löhne so gering sind, nur damit wir günstiger einkaufen können und das auch noch Samstags bis 20:00 Uhr. Das ist ein freundliches Wort mehr als überfällig!

Wer natürlich am „Kassenautomaten“ während des Bezahlvorganges sein Handy nicht vom Ohr nehmen kann, gehört zu den Digi-Junkies, die in Ignoranz, Unhöflichkeit und Asozialität nicht mehr zu überbieten sind und sind offensichtlich selbst nicht mehr menschlich. Gerade in der Kassenschlange, wo die Meisten wie sture, dumme Schafe vor sich hin glotzen, lösen ein paar nette Worte, auch mit dem Hinter-oder Vordermann, die stoische Spannung und verkürzen die Wartezeit auf kommunikative Weise. Das ist allemal besser als dem Gelaber eines Handy-Junkies zuhören zu müssen, für den „Horizont“ die Distanz zwischen Handy und Kopf bedeutet.

Eine Begrüßung sowie Danke und Bitte war nach „Mama“ so ziemlich das Erste was ich in meiner Kinderstube gelernt habe, und dass man in der Öffentlichkeit höflich - kommunikativ ist, von wegen: „Ich will…“, da hieß es noch: „Ich möchte bitte…“, sonst gab´s einen Rüpel.

Eine minimale Kommunikation mit einem netten Wort, ein freundlicher Blick für sein Gegenüber macht das Leben und den Alltag für alle entspannter und schöner. So zeigen wir auch, dass wir die Menschen die für uns arbeiten überhaupt sehen und auch schätzen, nur bei Behörden kann man hier ab und an eine Ausnahme gelten lassen.-)

Mit ein wenig Freundlichkeit gibt es auch weniger Missverständnisse, wie z.B. dieses: Eine schwangere Frau kommt in einen Bäckerladen und sagt: „Ich kriege ein Brot!“ Worauf die Verkäuferin unverständlich den Kopf schüttelt und bemerkt: „Sachen gibt´s heutzutage.“

 

Werner Krieger

"Bolidig is zur Zeit nit meins, i hobs digg!"