Frankenwerners Tagebuch "Schoppentherapie"             Für Franken: "Schobb´n derabie"

Das ist doch mal ein Eheversprechen


Frankophile und vinophile Gedanken über fast alle Emotionen und  Wehwehchen, körperliche, seelische, soziale, politische, eingebildete und fanatisch bornierte


Wein als Friedensstifter

 

 

 

"Und wir geben Euch von Früchten Beeren und Weinstöcken (zu trinken), woraus ihr euren Rauschtrunk macht. Und schönen Unterhalt, darin liegt ein Zeichen für Leute, die Verstand haben.“

 

 

-16:67 Koran



 Genau wie die Bibel und das Neue Testament wurde auch der Koran über die Jahrhunderte hinweg je nach religionspolitischer Lage und Machtansprüchen in Wort und Deutung verändert. Mohamed war jedenfalls kein Kostverächter in Sachen Weintrinken und auch nicht die Kalifen des Orients nach ihm. Wein und auch Opium ziehen sich, wenn auch verdeckt, durch die Geschichte des Orients. Die Koranverse bestätigen, dass man zur Zeit Mohameds mit Wein regen Handel betrieb und ihn auch ausgiebig genoss. Wein, Weib und Gesang gehörten hier ebenso zu den Verlustierungen des guten Lebens. Sicher war es in der Geschichte des Islam nicht anders als bei den Pfaffen unserer Kirche, die das "niedere" Volk zur Enthaltsamkeit ermahnten und es mit allen erdenklichen Strafen und Foltern unterwürfig hielten. Also Wasser predigten...usw.

In Verbindung mit dem Losspiel (Glückspiel) wurde der Alkohol allerdings verteufelt, so schlich sich das strikte Alkoholverbot immer stärker in die extremen Auslegungen des Koran. Natürlich wissen auch wir Franken, dass derjenige, der die meisten Schoppen ihrer höchsten Bestimmung zuführt, am Ende den Schafkopf beim gleichnamigen Spiel auch aufsitzen hat. Deshalb merke:

Keine Geschäfte und kein Glücksspiel beim Schöppeln.

Die islamische "upper-class" hält sich natürlich im eigenen Land „meistens“ an die strengen Koranauslegungen, je nach politischem Wind. Im Ausland allerdings, wird schon mal die Whiskey-Pulle in einer Tüte versteckt, sogar beim Trinken, damit ihr Gott es nicht sehen kann. Ich kann mich noch gut an das "Grace-Hotel" auf der Bangkoker Sukumvit erinnern, in welchem ich Ende der 80ger zufällig abgestiegen war. Der Riesenbunker war feudal für arabische Gäste ausgelegt, die hier oft auch nur ein Wochenende verbrachten und dies ganz "schamlos" ausnützten, viele Asienreisende kennen das. Veranstaltungssäle mit arabischen Musikanten, Sängern und Bauchtanz waren täglich übervoll, Alkohol (meist Whiskey) floss in Strömen und die "Sentimentalität" betrunkener Araber aus Saudi Arabien, Kuwait, Katar, Irak usw. war im ganzen Hotel gegenwärtig. Die "leichten" Thaimädchen mussten sich orientalisch geschminkt und gekleidet, dann an der Bar und auf den Zimmern, diesen "Sentimentalitäten" hingeben. So ähnlich wie Kampftrinken auf Malle, nur "orientalischer".

 Raki trinken gehört beispielsweise in der Türkei für die Meisten zum Alltag, wobei sich die Türken bekanntlicher Weise schon immer auf zwei verschiedene, gegensätzlich Moralvorstellungen je nach Bedarf berufen.

Nicht nur Jungfrauen, sondern auch "Bäche von Wein" werden den Muslimen im Paradies versprochen, was den Islam für einen echten Schoppenfetzer eigentlich wieder ganz sympathisch werden lässt, immerhin reizvoller wie jeden Tag himmlisches Mana, welches sogar „der Münchner im Himmel“ verschmähte. Also, angesichts dieser Aussichten, warum nicht kurz vor dem "abnippeln" zum Islam konvertieren?

In der physischen Welt zeigen sich allerdings Anmaßung und abstoßender Widerspruch, wenn sich fanatische Menschen-u. Lebensfeinde als Hüter von Gottes Wort aufspielen. Solche entmenschlichten und eingebildeten Moralpächter waren schon immer die Geisel der Menschheit und alles andere als göttlich. Sie scheißen, furzen, fressen und vögeln genauso wie du und ich, nur morden und schlachten sie sie dazu noch andere Menschen, angeblich in Gottes Namen.

Wenn man bedenkt, dass sogar Tiere gerne vergorene Früchte fressen, weil sie ein Lebenselixier und gesund, u.a. auch für die Psychosomatik sind, muss man feststellen, dass sich manche Menschen nicht nur durch ihre angebliche Intelligenz vom Tier unterscheiden, sondern allem voran auch durch ihre Dummheit. So verteufeln die „falschen Pharisäer“ des konservativen Islam „alles“ Westliche und Moderne, außer natürlich Luxusuhren-u. Autos, Computertechnik, Klimaanlagen, Markenturnschuhe usw. und selbstverständlich moderne, westliche Waffen. Wenn sie so gradlinig wären wie sie tun, müsste sie ihren Dschihad ausschließlich mit selbstgeschmiedeten Krummsäbeln führen, alles andere wird nämlich von den bösen „Ungläubigen“ hergestellt.

 

Der eine oder andere Schoppen könnte jedenfalls so manchem bornierten Islamisten zu mehr Gelassenheit verhelfen. Wein quasi als göttlicher Friedensstifter, das wäre doch mal ein gemeinsamer Nenner. Niemand, der Wein genießen kann wird mir absprechen, dass sich mit dem Weingenuss innere Entspannung und Gelassenheit einstellt. Nach zwei Schoppen öffnet sich auch der Geist für „göttliche“ Eingaben, dazu braucht es keine selbsternannten Prediger.

 

Wer in der Geschichte recherchiert wird schnell feststellen, dass Weintrinker immer in positiver Erinnerung bleiben und in Literatur, Musik, Politik, Wissenschaft usw. die herausragenden Persönlichkeiten waren. Angefangen bei den griechischen Philosophen über Schiller, Goethe, Mozart usw., auch Albert Einstein war einem Glas Wein oder Kognak nie abgeneigt. Wogegen die strikten Antialkoholiker, wie z.B. die marodierende Islamisten stets als Menschenfeinde herausstechen. Viele Despoten die negative Geschichte geschrieben haben und übrigens auch Adolf Hitler waren Alkoholgegner. wk

 

 

 

 

Grundsätzliches

 

 Achtung: Menschen die davon überzeugt sind, dass ihre Karriere, ihr militanter, strikter Ernährungsplan, ihre emotionale Abwesenheit und das Verzichten auf banal-soziale Gespräche an Stammtischen sowie ihr sinnloses Joggen, das einzige Glück bedeuten, sollten hier nicht weiterlesen. Für die „modernen“ LOHAS ( engl. Lifestyles of Health and Sustainability), welche, wenn überhaupt eine Familie nur mit einem Hund gründen würden, ist dies die falsche Lektüre.

 Dies ist auch kein Weinführer oder einer der inflationären Besserweintrinker-Ratgeber, nein, dies ist das Ergebnis aus dem illustren Leben eines Optimisten, eines Weintrinkers der den Genuss und das Leben liebt. Es soll ein Ratgeber für jene sein, die Genuss mit Freunden als Entspannung und Therapie begreifen.

An meinem 57sten, als sich eine Essenseinladung mit echten Wegbegleitern nicht mehr umgehen ließ, wurde dieses Tagebuch geboren. Freunde, die ich stolzer Weise so nennen darf, waren von mir und meiner lieben Frau eingeladen, mal wieder richtig zu feiern, und zwar bei mir zu Hause. Wo sonst, denn alle meine Freunde sind Genussmenschen, Raucher oder tolerante Nichtraucher, dem „Willi“ zum Espresso nach einem sattem Menü niemals abgetan und natürlich dem Zucker darin auch nicht.

Dabei möchte ich bemerken, dass militante Nichtraucher, Antialkoholiker, Veganer und sonstige zivilisationsverblendeten Verzichtsmenschen gar nicht zu meinem engeren, bei mir zu Hause eingeladenen Freundeskreis gehören können. Natürlich kann man sein Leben auch in Verzicht fristen, muss man aber nicht, außer man ist durch Krankheit dazu gezwungen; dennoch verurteile ich niemanden der den Verzicht als Lebensinhalt sieht und dabei glücklich wird, wenn auch die Kommunikation mit solchen Menschen ehr un-emotional und einseitig ist. Die „Ich-kann-auch -ohne -Alkohol-lustig-sein-Menschen“ haben sich in meinem engeren Kreis selten gehalten und seit dem strikten Rauchverbot in Bayern sind auch die Wirtshaus-Cliquen, aus deren Reigen ich nichts als Humor und Spaß, also echte Entspannung in Erinnerung habe, extrem geschrumpft.

 Dafür hat sich die Zahl der „Vernünftigen“, „Vorlebe-Sherifs“, „Gutmenschen“, „Gesundheitsapostel“, „Bunte-Republik-Ökos“ und ignoranter, asozialer Selbstdarsteller, die den Begriff „Sozial“ nur so verstehen, wenn andere bezahlen, teilweise und sogar militant vergrößert.

Nach 57 Jahren kann ich von mir behaupten, fast allen Versuchungen des „Dolce Vita„ in vielen Fassetten erlegen zu sein. Dennoch bin ich noch Herr meines selbst gewählten, sozialen Umfelds und auch meiner Gesundheit.

Und dennoch, als Raucher und „Gerne-in-Gesellschaft-Trinker“ gehöre ich offensichtlich zu einer aussterbenden Spezies. Mir erscheinen allerdings Menschen, die ohne bestimmten Grund nicht trinken, nicht rauchen, kein Fleisch, Eier, Milchprodukte oder Schokade essen und sich zusätzlich auch sonst allen irdischen Genüssen verweigern, suspekt. Sie hatten offensichtlich nie die Möglichkeit genutzt sich zu disziplinieren, indem sie mit dem üppigen Konsumangebot vernünftig und maßvoll umgehen, genauso wenig wie die vielen Dummfresser und Dummsäufer um uns herum. Das Eine tun ohne das Andere zu lassen ist für einen Erwachsenen Realisten möglich.

 Ich bin davon überzeugt, dass ein Schoppen, wie man ein gemeines Viertel Wein in Franken nennt, erheblich zur persönlichen Annäherung, ergiebigen Kommunikation, nervlicher und sozialer Entspannung und wenn Sie so wollen auch zur Weltverbesserung beiträgt. „Lass uns einen Schoppen trinken“, bedeutet nichts als die wohlige Rückkehr zum Menschsein und das Pause machen vor einer, immer anstrengenderen, unmenschlicheren Welt.

 

Bier-u. Most-, Whiskey-oder Vodkatrinker sollen hier nicht diskriminiert oder ausgeschlossen werden, im Gegentei, das Genießen, Entspannen oder auch Berauschen ist das Recht eines jeden erwachsenen Menschen, egal mit welchem Stoff. Der Genuss und das Gefühl mögen ähnlich sein, doch der Wein ist nun mal das älteste Kulturgetränk unserer und früherer Kulturen. Zudem bestätigen Viele Genussmenschen, dass Weintrinken eine andere, leichtere, körperlich unanstengendere, bekömmlichere, geistig beflügelnde und erweiternde Wirkung, wie z.B. Bier oder andere Alkoholika hat.

 Auch möchte ich hier keine Werbung für Alkohol machen, sondern aufzeigen, dass der bewusste, maßvolle Genuss von Alkohol das Leben mit einem geistigen und mentalen Freiraum bereichert. Erwachsene, mündige Menschen mit einem gesunden Geist können damit umgehen und auch mit meinen, nicht immer ganz ernst zu nehmenden Ausführungen.

 

Aus einer arschlochfreien Zeit

Geschichten aus einer arschlochfreien Zone

 Autor und TTT-Moderator, Dieter Moor, zitiert den römischen Historiker und Senator Tacitus aus dessen Schrift über die alten Germanen.

 Aus seinem Buch:Was wir nicht haben, brauchen sie nicht (Rowohlt)

 

Tacitus beschrieb folgende Sitte der alten Germanen:

 „In regelmäßigen Abständen trafen sich die Clanchefs einer Gegend, um aktuelle Probleme aus der Welt zu schaffen und anstehende Entscheidungen zu treffen. Diese „Sitzungen“ begannen fließend. Die ersten kamen am frühen Nachmittag, die nächsten am Abend und wieder andere erst zur Nacht. Bis man sich wieder trennte vergingen nicht selten mehrere Tage und Nächte. Über den gesamten Zeitraum wurde nichts anderes gemacht als geredet und Met getrunken. Viel Met, ungeheuere Mengen von Met. Es gab keine Geschäftsordnung, keine Traktandenliste, kein wie auch immer vorgeschriebenes Prozedere. Es gab keinen Sitzungsleiter und nicht einen einzigen Mediator. Wenn zwei sich so uneins waren, dass sie mit Worten nicht mehr weiterkamen, zogen sich in den Wald zurück, droschen einander tüchtig auf die Birne und klärten so wer recht hatte.

 

Beschlüsse wurden gemeinschaftlich gefasst. Allerdings gab es weder eine Abstimmung mit Stimmauszählung noch ein Protokoll. Schrift war in der Gegend noch nicht kultiviert, denn kein Germane wollte ohne Schwert und Schild sein, um von anderen ernährt werden zu müssen. Das große Palaver dauerte, bis auch die letzten Teilnehmer sich der Wirkung des Alkohols und den Folgen des Schlafmangels ergeben mussten.

Jene Beschlüsse, an die sich nach dem großen Schnarchen die Mehrzahl erinnern konnte, galten als gut und wurden in die Tat umgesetzt. Nur was noch in Erinnerung war, zählte. Alles andere sollte für immer den gnädigen Nebeln des Vergessens anheim fallen…“

 

Wenn ich eine „schwere“ Nacht hatte, reduzieren sich auch bei mir die Gedanken und Taten am nächsten Tag ausschließlich auf Elementares und Wesentliches. Ohne darüber nachdenken zu müssen, entscheide ich instinktiv und kümmere mich lediglich um Basis erhaltende Dinge. Beiwerk, unnötiger Konsum und Eingebildetes und vor allem die Massen an unnötigen Informationen bleiben dabei auf der Strecke. Und siehe da, ich überlebe trotzdem.

Vielleicht sollte man wirklich auch heute mal wieder alle „Clanchefs“, mit Wein und Knüppeln bewaffnet, so lange einsperren, bis weißer Rauch aufsteigt. Nach der Devise: Wer überlebt hat recht!

 wk

 

 

demnächst hier weiter...