Das Buch gegen die Wohlstandsverblödung

Leseprobe vom Manuskript "95 Thesen 2.0"

These 5 Identität

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MANUSKRIPTE: Sorry, es können noch Rechtschreibfehler enthalten sein,

eine Lektorierung erfolgt vor der Druckvorlage.

Vorwort

 

Martin Luther leitete anno 1517 seine 95 Thesen mit folgenden Worten ein:

 „Aus liebe zur Wahrheit und im Verlangen sie zu erhellen…“

 

So sollen folgende Thesen in diesem Buch ebenfalls zum Erhellen und Nachdenken anregen und hoffentlich zu Diskussionen führen, ohne mir anmaßen zu wollen der geistige Klasse eines Martin Luther zu entsprechen.

Ich mache mir mit steigendem Drang seit Jahrzehnten Gedanke über unser Sein, über den Homo Sapiens Sapiens als „Weltorganismus Mensch“ und meine Rolle oder auch Leistung als Mensch. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich meine SNB (Schaden-Nutzen-Bilanz) weit überzogen und meine Existenzberechtigung längst verwirkt habe, genau wie ein Großteil der restlichen Wohlstandsbürger, die den Anstieg des Benzinpreises mehr fürchten als den des Meeresspiegels. Also schließe ich mich bei der fortschreitenden Wohlstandsverblödung durchaus mit ein. Auch wenn ich damit rechne, dass kaum Jemand unbequeme Wahrheiten, das Aufzeigen eigener Schwächen und endlose Gesellschafts- Politik-u. Systemkritik lesen will, so musste ich dennoch meine geistige Schwangerschaft zum Gebären bringen, ich konnte nicht anders.

 

Ökologie, gesunde Ökonomie, Frieden und Wohlstand gibt es nicht für Geld, deshalb finde ich meinen Buchtitel 500 Jahre nach Luther passend. Wir Wohlstandsmenschen betreiben nichts anderes als Ablasshandel, wenn auch nicht in Bezug auf religiöse Pseudosünden, sondern in Bezug auf reale Verbrechen an unserem Planeten und der höchst dekadente Entwicklung unserer so glorifizierten Zivilisation. Wir versündigen uns am unumstößlichen Schöpfungsprinzip mit irreparabler Beschädigung desselben.

Wir haben uns zu dem schlimmsten, parasitären Organismus auf dem Körper unserer Mutter Erde entwickelt, wobei dieser Vergleich bestechend deutlich der Entwicklung von pathogenen Keimen in der Mikrobiologie entspricht. Wir sind nicht nur der anpassungsfähige, resistente Bazillus, sondern auch gleichzeitig die Antibiotika, die jede weitere Lebensform zerstört. Dem nicht genug, sind wir auch noch maßlos eingebildet und überheblich, weil wir im Gegensatz  zu anderen Kreaturen eine angebliche Intelligenz unser eigen nennen, obwohl unser geistiger Höhenflug nicht anderes beweist als unsere Dummheit die uns signifikant von den Tieren unterscheidet.

 

Unter dem von den Nutznießern glorifizierten Begriff „Globalisierung“ geht es ausschließlich um Geldgier, Machtgier u. Konsumgier und um rücksichtsloses Wachstum derselben.  Die vom Kapital abhängigen Gesellschafts-u. Staatsysteme unserer „Zivilisation“  beweisen immer deutlicher eine menschliche, soziale und ökologische Dekadenz und Degeneration.

Menschen, welche an der mittlerweile zur Volksseuche gewordenen Wohlstands-und Bequemlichkeitsverblödung leiden, sollten spätestens jetzt mit dem Lesen dieses Buches aufhören. Nur keine Veränderung - so geht es unter den gegebenen Bedingungen am schnellsten bergab!

Alle Anderen werde ich mit in meine Gedanken-und Ideenwelt nehmen und versuchen ihren Blick für das Wesentliche und die tatsächliche Realität zu schärfen. 

Nach dem Leitsatz von Herrmann Hesse: „Wer zur Quelle will muss gegen den Strom schwimmen“, sehe ich in meinen Thesen vage Möglichkeiten zur Quelle umzukehren, um dem Leser die rasenden Selbstzerstörung  der Menschheit bewusster zu machen. Wir müssen alle umkehren und wieder zu echten Menschen werden.

Zurück zu unseren Wurzeln, zurück zur Demut vor der Schöpfung und zurück zum elementaren Sozialschema, ja zu unseren unüberwindbaren Naturgesetzen für die es keine Alternativen gibt.

„Man kann das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen“ ist eine politische ignorante Phrase von egoistischen Kapitalismussklaven der profitpolitischen Systeme, genauso wie den Menschen andauernden Wohlstand suggerieren zu wollen. Niemand muss oder soll auf die Erfindung des Rades verzichten, vorausgesetzt wir setzen es zum Nutzen der Menschheit und unseres Planeten ein, anstatt zu deren Vernichtung.

 

Eine These ist ein Gedanke oder eine Abhandlung, deren Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf. Der Verfasser einer These behauptet die Wahrheit. Ist die These nicht haltbar, muss sie verworfen werden, andernfalls wird an einer These festgehalten. Eine These ist allgemein aufgefasst eine Aussage, die das Wesentliche aus einem Komplex von Aussagen pragmatisch hervorheben bzw. zur Geltung bringen soll. Die Beweisführung ob eine These richtig ist, hängt allerdings von der Art der dazu geeigneten oder bestimmten Regeln ab.

Ich maße ich mir nicht an, wissenschaftliche Erhebungen in die Welt zu setzen, jedoch wird man in meinen Thesen durchaus eine gewisse Logik erkennen, die an den „Gesunden, aufgekläten Menschenverstand“ appelliert, was immer das auch mal war. Ich hinterfrage mittlerweile wieder alles:

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm“

 

Kritiker (vor allem politisch motivierte) werden meine Thesen als einen Haufen von Müll aus einer kleingeistigen rechten oder linken Hirnejakulation, in einer als völlig „politisch unkorrekten Vulgärsprache“  bezeichnen. Diese gehen mir allerdings auch ganz vulgär am Arsch vorbei. Ich schreibe absichtlich in einem Stil, den hoffentlich auch ein „Legastheniker“ leicht zu lesen vermag und ich nenne Dinge so beim Namen, damit sie in Teilen auch den bequemsten Geist erreichen. Nur das pragmatische Hervorheben, das Tacheles Reden aus der Komplexität oder das „laute Hinausschreien“ wird noch von den mittlerweile übersättigten und tauben Ohren gehört.  

Abschließend möcht ich noch auf eine überraschende Erkenntnis während der Recherche zu diesem Buch hinweisen:

Da ich Grundbegriffe wie z.B. „Kultur“, „Religion“, „Politik“, „Zivilisation“, „Demokratie   „Sozial“, „Populismus“... usw., wiedermal gewissenhaft nach ihrer Definition im Duden, bei Wikipedia u.a. recherchiert habe (kann ich nur jedem empfehlen), musste ich zu meiner eigenen Überraschung feststellen, dass die ursprünglichen Begriffserklärungen von der heute allgemeinen, medial-politisch suggerierten Bedeutung häufig und erheblich abweichen.

Medien und Politik instrumentalisieren und verfälschen solche Grundbegriffe in ihrer Rhetorik und in unterschiedlichen Zusammenhängen sooft und willkürlich, dass im allgemeinen Volksverständnis eine oft erhebliche Bedeutungs- und Normenverschiebung stattfindet. So wird auch unsere Sprache und unser Sprachempfinden permanent manipuliert.

Wenn Sie dieses Buch tatsächlich bis zu Ende lesen, dann wünsche ich mir lediglich, dass Sie Sich in Alltagssituationen, beim Einkaufen und Verbrauchen, beim Zeitunglesen, bei der Nachrichten-und Werbungsberieselung, ab und an daran erinnern und kurz analysieren, ob sie noch bei klarem Verstand sind. Noch erfolgreicher und glücklicher würde ich mich schätzen, wenn sie hin und wieder eine Diskussion über diese Thesen  anzetteln würden.

 

Werner Krieger

 

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ ist also der Wahlspruch der Aufklärung...“ 

 Immanuel Kant „Berlinische Monatsschrift“ 1784