Die besten Tierschützer...

sind verantwortungsbewusste Bauern und ihre ebenso gewissenhaften Endkunden

 Man muss kein Vegetarier oder Veganer sein um Tierschutz und Tierliebe zu beweisen, wenn auch manch militante „Wahrheitspächter“ das behaupten. Verantwortungsbewusste Tierwirte können vor Ort weit bessere Tierschützer sein, wie verwirrte Geister, die von der Realität, sowie von Ackerbau und Viehzucht nicht die geringste Ahnung haben. Der Proteinbedarf unserer heutigen Bevölkerung lässt sich eben nicht mehr mit Pfeil und Bogen, wie vor 10.000 Jahren decken.

Mit Tieren aufzuwachsen, mit ihnen sein Leben zu erfüllen und sie dann auch zu schlachten, ist ein diffiziles Ritual von Geben und Nehmen, welches  oft von Unwissenden verfälscht dargestellt wird. Wer könnte es besser beurteilen ob sich ein Tier wohlfühlt oder nicht, als Solche welche dies als ihren Lebensinhalt sehen.

 Leider ist es auch ein Fakt, dass wir durch unser Verbraucherverhalten der lebensverachtenden Industrie Vorschub leisten, dennoch betrifft dies keinesfalls die Traditions-u. Familienbetriebe, welche im Kleinen, regional, nachhaltig und bewusst arbeiten.  Der mittlerweile inflationär vermarktete Begriff „Nachhaltigkeit“ gilt bei Landwirten seit eh und als wichtigste Pflicht des eignen Erbes, nämlich so zu wirtschaften, dass die nachfolgenden Generationen  mindestens genauso wirtschaften können. So gesehen ist die Nutzung dieses Begriffes durch die gewinnorientierte Industrie eine kriminelle Irreführung mit fatalen Folgen.

Leider wurde durch Spekulation, ahnungslose Politiker und industrielle Rationalisierung der traditionelle Bauernstand fast völlig ausgerottet. Wer sich heute zum Sklaven dieser Entwicklung macht und mit Monokulturen, Chemie und Rücksichtslosigkeit der Natur das allerletzte abpresst, hat den Namen Landwirt, Tier-Wirt oder Bauer nicht mehr verdient und sollte sich schämen. Auch Feldverkauf für Industrieanbau  oder an Spekulanten gehört mittlerweile zu den größten Sünden an der Heimat.

 Jeder heute noch selbstständige und regional arbeitende Kleinbetrieb muss deshalb mit allem Mitteln unterstützt und erhalten werden.

 Den Tieren die Hingabe zukommen zu lassen um ihnen ein artgerechtes Leben zu bieten macht sehr viel Arbeit und kostet viel Zeit, genauso wie einen Zuchtbestand und die Landwirtschaft im ursprünglichen Sinne zu pflegen. Deshalb sollten wir uns bewusst sein, dass Fleisch wertvoll und teuer ist und dass wir es mehr schätzen müssen.  Wir müssen unseren Fleischverbrauch reduzieren, kritischer einkaufen  und uns wieder auf den Sonntagsbraten freuen können. Nur wenn wir dafür reale Preise bezahlen, zeigen wir Achtung vor der schweren Arbeit, der Kreatur, der Natur und sorgen dafür, dass sich das „Bauersein“ wieder rentiert.

 

W. Krieger

Charolaishof Behringer

Dingolshausen/SW

Stefan Beier Kargesmühle

Karlstadt/ Wiesenfeld