Gegen den Landfraß, die selbstmörderisch-sündhafte Natur-Grün-u. Agrarflächenvernichtung

Jeder Bürger in Deutschland verbraucht 2200m² Vegegtations-u. Agrafläche pro Jahr, es stehen ihm aber nur rund 1100m² zur Verfügung, rapide absteigend! Die Luft-und Trinkwasserverschmutzung nimmt angesichts fehlenden Grünlandes zu, rapide aufsteigend.

Volkach: Naturreservat-Zerstörung durch selbstsüchtiges Hotelprojekt.

Hotel Zur Schwane

 

Fam. Pfaff-Düker

 

Hauptstraße 12
97332 Volkach

 

                               Würzburg 17.März 2018

 

Offener Brief

 

 

 

Sehr geehrte Familie Pfaff-Düker,

 

Ihr Romantikhotel Schwane in Volkach und Ihr VDP-Weingut, sowie auch Ihre Rosenhut-Brennerei sind ohne Zweifel exklusive Aushängeschilder für Volkach und ganz Unterfranken.

 

 

Unsere Heimat Mainfranken wird gerade deshalb bei Besuchern und Weinliebhabern so geschätzt, weil es Gott sei Dank noch authentisch, traditionell und mit einer, bisher noch ganz gut erhaltenen  wunderbaren Natur besticht. Insbesondere die Mainschleife ist dank seiner authentischen, kleinen Weinorte und der grünen Main-Aue besonders beliebt, weil es eben nicht zubetoniert ist wie auf Mallorca. Auch Ihre Familie und Ihr Unternehmen  profitieren seit Generationen von diesem Bild und  nicht umsonst betiteln Sie Ihr Haus als Romantikhotel. Noch mehr Tourismus passt eigentlich auch nicht zum guten und individuellen Renommee Ihres Hauses.

 

Mit großer Bestürzung musste ich jetzt leider durch den BR erfahren, dass Sie mit allem Nachdruck und allen Mitteln auf politische und kommunale Verwaltung  Einfluss nehmen, weil Sie einen spinnösen Hotel-Stelzenklotz ins grüne Bioreservat betonieren und genau diese Basis zerstören wollen. Argumentationen mit Begriffen wie „Moderne“, „Fortschritt“, „Weltoffenheit“, „Wachstum“ usw. wären in diesem Zusammenhang nur dann legitim, wenn sie nicht dem Egoismus des Einzelnen, sondern der Masse der Bürger und unserer schönen Natur zugutekommen, was leider höchst selten der Fall ist.

 

Angesichts des bereits bedrohlichen Grünflächenfraßes in unserer Heimat kann ich Ihr Vorhaben  überhaupt nicht verstehen. Wollen Sie Sich neben dem anerkennungswürdigen „Pfaff-Denkmal Schwane“ jetzt ein eigenes „Düker-Stelzen-Denkmal“ setzen?

 

Ich gehe nicht davon aus, dass Sie zu den Menschen gehören, welchen der Erfolg und das Geld dermaßen zu Kopf steigen, dass sie unter dem „Dagobert-Duck-Syndrom“ (Geldkrankheit) leiden. Welchen vernünftigen Grund gäbe es in der heutigen Zeit, wo man längst um das Kippen der Ökologie weiß, sonst dafür, mit Geld und für Geld weiterhin sündhaft Natur zerstören zu wollen.  Um den Kindern und Enkeln dann zu erzählen, wie grün und schön damals alles war? Ich nehme zunächst an, dass Ihnen und Ihrer Familie Ihr Einkommen und Ihr bisheriger Erfolg genügt um gut und zufrieden mit Ihren Kindern ertfüllt leben und arbeiten zu können.

Welch "pädagogische" Scheinheiligkeit wäre es, wenn „wir“, die Verbraucher, in Sachen „Ökologieverbrauch“ umdenken und unsere Kinder  entsprechend erziehen sollen, wo sich „vorbildliche“ Unternehmer einfach ohne Rücksicht auf Verluste weiter an unserer Natur und Lebensgrundlage versündigen. 

 

Gerade Sie als Winzer, welche der Natur eigentlich verpflichtet sein müssten, laufen Gefahr, sich mit einem solchen Projekt mehr als unbeliebt zu machen, wo Sie selbst auf Ihrer Webseite Schwane.de mit Fotos schönster grüner Mainufer werben. Auch Ihre dortigen Texte würden dann nicht nur lächerlich erscheinen, sondern Ihren Vortrag exklusiven Anspruches in höchstem Maße unglaubwürdig machen, wie z.B.:

„Lernen Sie das fränkische Weinland von seiner schönsten Seite kennen…, unser Part besteht darin, diese besondere Ressource verantwortungs- und hingebungsvoll zu nutzen,…Die vom mäandernden Main geformte Landschaft ist wie geschaffen für den Weinbau - mit steilen Hängen, lehmbedeckten, vor unvorstellbar langer Zeit entstandenen Muschelkalkböden und einem konstanten, maritim-kontinentalen Klima. Kurz: Ein einzigartiges Terroir. Das, als Zugabe sozusagen, nicht nur die Reben, sondern auch das Auge verwöhnt…“

 

Das wäre dann alles „Blabla“ -  und hier reden wir noch nicht einmal von den Kleintieren, Insekten und Vögeln, deren letzter Zufluchtsort neben sterilen, insektenfreien und chemiebelasteten Weinlagen, diese Kleinbiotope sind, welche sie zerstören würden. Und auch nicht von weiteren Nachahmern, die sicher nicht lange auf sich warten lassen.

 

Was ich allerdings ganz gut nachvollziehen kann ist, dass der als „bau wütig“ bekannte Volkacher Bürgermeister Peter Kornell und div. partizipierenden Stadträte, Grundstücksspekulanten, Bauunternehmer, Planer usw., als „Ewig Gestrige“, noch immer vom „Ewigen Wachstum“ träumend, gerne mit solchen Vorhaben an einem Strang, zum ökologischen Suizid ziehen. Schließlich rechnet sich wie immer jeder aktiv Beteiligte irgendwo einen Vorteil für sich aus. Die Volkacher Ratsherren“ sind für solche Aktionen ja nicht ganz unbekannt.

 

Wer in Volkach zu viel Investitionsbedarf oder/und Tatendrang, sowie Profilierungsbedarf hat, könnte sich beispielsweise mit seinen Mitstreitern um das zusammenfallende, altehrwürdige Volkacher „Gasthof zum Lamm“ kümmern. Mit Altort-Bestandssanierung und Stadtverschönerung, anstatt mit Naturvernichtung würden man solchen Bauherrn viel Wertschätzung zollen und die Sympathie der Unterfranken, sowie ihrer Besucher wäre ihnen sicher. Entsprechende Ausreden bezüglicher Kompliziertheit wegen Besitzansprüchen, Kosten, Kommunal-u. Verwaltungsrecht usw., kann man hier angesichts des ebenso komplexen und gesetzesfraglichen Bauvorhabens in einem Landschaftsschutzgebiet, keinesfalls gelten lassen.

 

Wer wie Sie u.a. vom Boden lebt sollte wissen, dass der Sinn des Lebens nämlich nicht darin bestehen kann, seinen Nachkommen mehr Geld hinterlassen zu haben, indem man Ressourcen auf Kosten Anderer  und der Natur eigennützig verbraucht. Seinen Teil zu einer besseren Welt beigetragen zu haben, z.B. zu einer besseren und stabileren Ökologie ist einzig sinngebend und die Basis jeglicher Art von Landwirtschaft.

Fast alle Personen, die sich zu Lebzeiten selbstsüchtig ein Denkmal gesetzt haben, kommen in unserer Geschichtsschreibung sehr schlecht weg.

Und da niemand von uns unsterblich ist, denken Sie bitte mal darüber nach.

 

 

Mit fränkischen Grüßen

 

Werner Krieger

Juliuspromenade 46

97070 Würzburg   

 

Dieses historische Objekt in Volkach zu sanieren wäre eine sinnvolle Aufgabe für bau wütige Bürgermeister und geltungsbedürftige Investoren, ohne die Natur vernichten zu müssen.

 

Zudem sei der Stadt empfohlen den öffentlichen Stellpatz für Wohnmobile am Mainufer entsprechend ihres "anspruchsvollen" historischen Weinort-Images, mal besucherfreundlich zu gestalten, bevor man sich über spinnöse Hotelprojekte Gedanken macht. Dieses, im wörtlichen Sinne: Dreckloch entspricht in keinster Weise dem gewollten Image der Stadt.


München ist überall!

 

 

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt München Herrn Dieter Reiter,

 

an den Stadtrat der Stadt München,

 

an die Stadtbaurätin

Frau Elisabeth Merk und den Stadtplaner Herrn Stefan Kercher,

 

sowie an alle Stadt-und Gemeindeverantwortlichen in Bayern und Deutschland.

 

                                                                                                               6. Januar 2018

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dieter Reiter,

 

sehr geehrte Damen und Herrn,

 

wie seit Langem abzusehen und zu befürchten, bestätigte die Doku „Weizen oder Wohnen“ im BR abermals die Wachstums-Dekadenz unserer mittlerweile mehr als parasitären, rücksichtlosen Kapital-u. Wohlstandspolitik. Längst haben viele Menschen erkannt, dass es endloses Wachstum ohne Natur-und Menschenfeindlichkeit nicht geben kann.

 

Bezüglich der jährlichen Grünflächenvernichtung in Bayern und Deutschland müsste es schon alleine aufgrund der Ernährungssicherheit der Menschen ein rigoroses Neuerschließungs-Verbot geben. Ich möchte Ihnen hier die fatalen Zahlen dazu ersparen, welche sie sicher kennen und offensichtlich zu Gunsten des Mammon oder Ihrer Lobby ignorieren. Nur einen Fakt möchte ich hier anführen, der Jeden erschaudern lassen müsste: Jeder deutsche Bürger verbraucht derzeit ca. 2200 m² Anbaufläche, hat aber im eigenen Land nur Etwa die Hälfte zur Verfügung, rapide absteigend! Wir gehen einem unfreien Leben in fataler Abhängigkeit internationaler Willkür entgegen.

 

Mit dem Vernichten von Grün-und Anbauflächen nehmen Sie den Menschen nicht nur die Ernährungsgrundlage, sondern auch die natürlich gereinigte Atemluft und das für die Gesundheit nötige Kleinklima, vom Naturschutz und Flächen für Energieverbrauch ganz zu schweigen. Dafür steigern sie mit Zuzug -Wohn-und Gewerbeflächen den Verkehr die Schadstoffbelastung und die Umweltzerstörung bis hin zum unvermeidbaren Kollaps. Hinzu kommen Immobilienspekulationen und Mietschraube, so ist zu teurer Wohnraum eine Folge des Systems, Ihres Systems! Sie erzeugen also eine dreifache  Minusbilanz, nicht nur auf Kosten Ihrer Bürger, sondern auch auf Kosten des Umlandes und der Menschen dort, welches von Ihnen in immer größerem Maße „ausgesaugt“ wird, bis im wörtlichen Sinne:  Nichts mehr da ist.

 

Die größten Grün-und Anbauflächen -Vernichter sind Großstädte wie München, aber auch Städte und Gemeinden mit ähnlichem Wachstumswahn.

 

Ich proklamiere deshalb, dass Sie alle ebenso für die Versorgung mit Nahrung, Energie, sauberer Luft und sauberem Wasser, für die Erhaltung der Gesundheit, sowie die nötige Biodiversität für die Anzahl Ihrer Einwohner verantwortlich zu machen sind, auch für jeden Zugezogenen des von Ihnen geförderten Zuzuges.

 

Es kann und darf nicht sein, dass Sie Sich als Kommune der Bürger ausschließlich auf „Außen“ verlassen, diese im Elementarsten in die Abhängigkeit führen und rücksichtslos weiterbauen. So werden Sie die steigende Armut, Verelendung, Kriminalität und Krankheiten, wie bereits vielerorts zu erkennen, vermehren, vom Verlust traditioneller Stadtkultur und Kulturland ganz zu Schweigen. Sie tragen die Verantwortung auch für die Zukunft und Versorgung Ihrer Bürger und deren Kinder, nicht nur für die Stadtkasse und schon gar nicht für Ihre Wirtschaftslobby! Machen Sie Sich bewusst, wovon Sie z.B. 1 Mio. Menschen ernähren und mit Energie versorgen wollen und nicht wie Sie in Arbeit und unterbringen, also Ihrem lukrativen städtischen Wirtschaftssystem zuführen.  

 

Hier müssen zunächst auch die Unternehmen in die Verantwortung genommen und gezwungen werden, ihre Strukturen gegebenenfalls zu dezentralisieren. Kreative, alternative, begrünende Städtearchitektur sowie Verdichtung und Ausbau muss primär den Vortritt haben, genauso wie Wohnmodelle auf Zeit für z.B. Migranten, Studenten usw. Angestellte von Versorgungsberufen müssen Festmieten oder Subventionen erhalten.

 

Wenn die Niederlassungsfreiheit auf die offensichtlichen, elementaren  Grenzen trifft, muss klar sein, dass das Umziehen nach München o.a. kein „Wunschkonzert“ mehr sein kann. Sich hoheitsrechtlich in den Wohnungsmarkt einzumischen, diesen zu regulieren, Prämissen zu setzen usw., das alles sind Aufgaben die in Ihrer Verantwortung liegen und nicht blinde Wachstumsbauwut. Und bitte, führen Sie jetzt nicht das für dieses Problem  völlig unzeitgemäße Kommunal-u. Verwaltungsrecht als Entschuldigung an, auch daran muss im Ernstfall gearbeitet werden. Es geht hier nicht um Gesetzestexte sondern um Mensch und Natur, um Moral und humanistische Verantwortung, ja, um lebenswertes Überleben. Auch staatliche und europaweite Zuzugspolitik, sowie die globale Verstädterungsproblematik entbindet Sie nicht der Verpflichtung vor Ort und gegenüber Ihren einheimischen Münchnern.  

 

Ob nun die in o.g. Filmdokumentation gezeigten Landwirte aus Daglfing und Feldmoching Ihre Gegeninitiative „Heimatboden“ zum Schutz ihres Bauernstandes oder den Grünflächen aktiviert haben, oder nur um Gegendruck für bessere Grundstückspreise zu erzeugen und der SEM -Enteignung zu entgehen, ist aus dem Film nicht hervorgegangen, da Sie als Planungsverantwortliche bei der Verhandlung die Kameras, also die Öffentlichkeit ausgeschlossen haben, warum eigentlich?

 

Ihre „glorifizierte“ Stadtentwicklung muss auch bedeuten, dass man die Zeichen der Zeit erkennt, darauf besonnen und nachhaltig regiert, notfalls Strukturen verändern und Reserven aller Art vorhalten muss. 

Angesicht meiner Thesen trifft der Titel „Weizen oder Wohnen“ auf fatale Weise ins Schwarze. In ländlichen Regionen ist beides noch mehr oder weniger für Jeden erschwinglich und im Einklang, doch Sie und Ihresgleichen scheinen angesichts einem egozentrischem und auch ignoranten Wachstumswahn, die Verantwortung dafür auf den ländlichen Raum, also auf Andere abzuwälzen. Damit werden Sie über kurz oder lang unsere komplette heimatlichen Lebensgrundlage vernichten - und zwar sehenden Auges.  

 

Ich wünsch Ihnen nicht, dass Sie und Ihre Nachkommen als Vernichter von Natur und elementarer Lebensbasis in die Geschichte eingehen. Ich bitte Sie deshalb, gehen Sie in Sich, denken Sie an die nächste und übernächste Generation und an Ihre eigenen Kinder und Kindeskinder, denken und handeln Sie endlich modern!

 

Zeigen Sie uns, dass wir stolz auf unsere Hauptstadt sein können und nicht Angst vor ihrem Kraken artigen und vernichtenden Anspruch haben müssen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Werner Krieger

Fränkische Illustrierte

Juliuspromenade 43

 

97070 Würzburg